• Ihr Wasserwerk Kaufbeuren steht für die ständige Orientierung am Wohl der Verbraucher
  • Ihr Wasserwerk Kaufbeuren steht für eine starke Trinkwassergewinnung
  • Ihr Wasserwerk Kaufbeuren steht für stetige Qualitätssicherung  in der Verteilung zum Kunden
  • Ihr Wasserwerk Kaufbeuren steht für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserschutzgebiete
  • Ihr Wasserwerk Kaufbeuren steht für transparente Wassergebührenzusammensetzung
  • Ihr Wasserwerk Kaufbeuren steht für rechtssicheres Verwaltungshandeln nach öffentlich rechtlichen Grundsätzen
  • Ihr Wasserwerk Kaufbeuren steht für schnelle Hilfe durch unsere Einsatzteams im Störungsfall

Häufige Fragen

Hier finden Sie die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen

Wie viel Nitrat enthält unser Trinkwasser?

Der Nitratgehalt des Kaufbeurer Trinkwassers erreicht einen Mittelwert von 10,58 Milligramm pro Liter und liegt damit deutlich unter dem europaweiten Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter, den die Trinkwasserverordnung vorschreibt. Dieser Wert ist für den menschlichen Genuss, auch für Säuglinge und Kleinkinder, unbedenklich.
Im Vergleich dazu liegt der europaweite Grenzwert für Nitrat im Kopfsalat (Freilandanbau, Ernte vom 01.10. bis 31.03.) bei 4.000 mg/kg (Quelle: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit).

Laut dem Landesamt für Umwelt kommen deutschlandweit schätzungsweise die Hälfte des Stickstoffs und mehr als die Hälfte des Phosphors in den Gewässern aus der Landwirtschaft. Die vorhandenen landwirtschaftlichen Flächen reichen nicht aus um die Düngemengen aufzunehmen. Auch bei guter Düngepraxis sind Austräge aus landwirtschaftlich genutzten Böden unvermeidbar. Stickstoffe, welche die Pflanzen nicht verbrauchen können, enden als Nitrat im Grundwasser.

Welchen Härtegrad hat das Kaufbeurer Trinkwasser?

Der Härtegrad ist ein Maß für den Kalkgehalt des Wassers. Wir liefern Ihnen Trinkwasser mit einem Mittelwert von 21° deutscher Härte. Nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz entspricht das dem Härtebereich „hart“. Dieser Härtegrad ist charakteristisch für die natürliche Mineralisierung der Grundwasservorkommen im Alpenvorland.

Was ist bei Haushaltsgeräten (Spül- und Waschmaschine) zu beachten?

Bitte beachten Sie die Herstellerangaben in der Gebrauchsanleitung. Dort finden Sie eine Tabelle mit Angaben zur notwendigen Geräteeinstellung in Abhängigkeit des Härtegrades. Regelmäßig werden drei mögliche Maßeinheiten zugrunde gelegt: °dH (deutsche Härtegrade); mmol/l oder der Härtebereich gemäß Wasch- und Reinigungsmittelgesetz.

Das Kaufbeurer Wasser hat: 21° dH bzw. 3,7 mmol/l bzw. den Härtebereich "hart".

Warum verkalken Wasserhähne oder Wasserkocher?

Bei der Erwärmung (z.B. im Wasserkocher) verschiebt sich das natürliche Kalk-Kohlensäuregleichgewicht im Trinkwasser. Das CO2 (Kohlenstoffdioxid) der Kohlensäure entweicht und die natürlichen Mineralstoffe im Wasser (z. B. Calcium) lagern sich ab. Es kommt zur Kalkbildung.

Müssen Entkalkungsgeräte eingebaut werden?

Nein. Das Kaufbeurer Trinkwasser bedarf grundsätzlich keiner Enthärtung. Calcium und Magnesium sind aus gesundheitlicher Sicht im Trinkwasser sogar wünschenswert. Das Kaufbeurer Trinkwasser kann ohne Bedenken getrunken werden.

Für bestimmte Geräte (z. B. Spülmaschinen in Großküchen) sowie bei Aquarien kann eine Enthärtung im Einzelfall erforderlich sein.

Wird das Kaufbeurer Trinkwasser aufbereitet?

Das Kaufbeurer Trinkwasser ist klar, rein und besitzt einwandfreie Qualität. Regelmäßige Kontrollen bestätigen, dass unser Trinkwasser den gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätsanforderungen der Trinkwasser- und Eigenüberwachungsverordnung entspricht. Lediglich das aus Quellen gewonnene Trinkwasser wird vorsorglich mit UV-Licht beleuchtet.

Wie hoch ist der durchschnittliche Jahresverbrauch an Trinkwasser pro Person?

Der individuelle Wasserverbrauch hängt von verschiedenen Faktoren ab. In Kaufbeuren beträgt der durchschnittliche Tagesverbrauch rund 107 Liter und der Jahresverbrauch ca. 39 Kubikmeter pro Person. Ein Kubikmeter sind 1.000 Liter.

Im Vergleich hierzu liegt der durchschnittliche Verbrauch in Bayern bei 131 Liter am Tag (Quelle: BDEW, 2012).

Wie können Wasserverluste vermieden werden?

Wir empfehlen Ihnen den Wasserzählerstand regelmäßig in gleichen Zeitabständen abzulesen und mit früheren Verbrauchswerten zu vergleichen.
Überprüfen Sie zudem Ihre Abnahmestellen auf Undichtigkeiten:
Beispielsweise:
- tropfende Armaturen
- defekte Spülkästen am WC
- defekte Überdruckventile der Heizung
- undichte Leitungen, insbesondere Gartenleitungen
- Boiler.

Bei Defekten empfehlen wir Ihnen umgehend die Reparatur durch ein Installationsunternehmen zu veranlassen.

Blei und Trinkwasser – was ist zu beachten?

Durch die neuen Grenzwerte für Blei im Trinkwasser vom 1. Dezember 2013 sind Bleirohre als Trinkwasserleitungen nicht mehr erlaubt und müssen ausgetauscht werden. 

Im öffentlichen Trinkwassernetz der Stadt Kaufbeuren sind keine Bleileitungen verbaut. Für die Herstellung und Erneuerung von Übergabestellen mit Wasserzählern werden seitens des Städtischen Wasserwerks nur zugelassene bleifreie Armaturen verwendet. 

Für die Verbrauchsleitungen (Trinkwasserinstallationen) ist allerdings der Grundstückseigentümer verantwortlich. Trinkwasserinstallationen in Häusern, die nach 1973 errichtet wurden, sind nicht betroffen. Seit dieser Zeit wurden in ganz Deutschland keine Bleirohre mehr verwendet. Praktisch frei von Bleirohren ist der gesamte süddeutsche Raum, weil dort schon über hundert Jahre keine Bleirohre mehr verlegt wurden. Sollten Sie Rückfragen hierzu haben, wenden Sie sich an den Grundstückseigentümer bzw. ein Installationsunternehmen.

Wer ist Gebührenschuldner für die Wasser- und Schmutzwassergebühren?

Gebührenschuldner ist grundsätzlich der Grundstückseigentümer. 
 
Gemäß der § 12 der Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung bzw. § 18 der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung ist Gebührenschuldner, wer im Zeitpunkt des Entstehens der Gebührenschuld Eigentümer des Grundstücks oder ähnlich zur Nutzung des Grundstücks dinglich berechtigt ist. Gebührenschuldner ist auch der Inhaber eines auf dem Grundstück befindlichen Betriebes. Mehrere Gebührenschuldner sind Gesamtschuldner. 
Die Gebührenschuld entsteht mit der Wasserentnahme bzw. der Einleitung von Schmutzwasser.
 
Die Festsetzung der Gebühren erfolgt grundsätzlich gegenüber dem Grundstückseigentümer. Eine Abrechnung des Wasserverbrauchs mit dem Mieter ist nicht möglich.

Wie wird der Wasserverbrauch ermittelt?

Jährlich im November erhält der Grundstückseigentümer eine schriftliche Aufforderung/Selbstablesekarte zur Ablesung und Mitteilung des Zählerstandes an das Städtische Wasserwerk Kaufbeuren. 
 
Für die Mitteilung gibt es drei Möglichkeiten:
 

  1. Meldung über den Online-Service auf der Homepage des Städtischen Wasserwerks
  2. Selbstablesekarte portofrei an das Wasserwerk zurück senden
  3. Telefonische Übermittlung des Zählerstandes während der Öffnungszeiten

 
Um den tatsächlichen Verbrauch für den gesamten Abrechnungszeitraum (01.01 – 31.12. jeden Jahres) gerecht zu werden, sind die gemeldeten Wasserzählerstände zum 31.12. jeden Jahres hochzurechnen.

Was ist ein Installateurverzeichnis?

Jedes Wasserversorgungsunternehmen muss bei der Zulassung oder wesentlichen Änderungen von Verbrauchsanlagen des Grundstückseigentümers (= Hausinstallation) prüfen, ob das Installationsunternehmen in ein Installateurverzeichnis eingetragen ist. Nicht jedes  Wasserversorgungsunternehmen muss deshalb ein eigenes Installateurverzeichnis vorhalten, möglich ist auch die Eintragung in ein Installateurverzeichnis eines anderen Wasserversorgungsunternehmens. 
 
Eine Auflistung aller im Installateurverzeichnis der Stadt Kaufbeuren eingetragenen Unternehmen steht unter der Rubrik Hausanschlüsse verfügbar. Ebenso sind dort Kundendienstnummern für den Notfall oder Rohrbrüche in der Hausinstallation zu finden. Für Grundstückseigentümer von Bedeutung ist, dass Installationsunternehmen vor der Eintragung in das städtische Verzeichnis ihre fachliche Befähigung nachweisen müssen. 
 
Tipp: Installateure, die von dem Städtischen Wasserwerk Kaufbeuren in das Installateurverzeichnis eingetragen sind, können dies mit einem entsprechenden Ausweis belegen. Sollten Sie unsicher sein, wer gerade vor Ihnen steht, sollten Sie sich diesen Ausweis einfach zeigen lassen.

Wer darf Arbeiten an der Hausinstallation durchführen?

Nach § 11 Abs. 4 der gültigen Wasserabgabesatzung der Stadt Kaufbeuren dürfen nur Installationsunternehmen, die in einem Installateurverzeichnis eines Wasserversorgungsunternehmens aufgelistet sind, Wasserinstallationen errichten oder wesentliche Änderungen daran ausführen. Die Verantwortung hierfür liegt beim Grundstückseigentümer. Zudem ist der Grundstückseigentümer verpflichtet die erstmalige Herstellung und Inbetriebsetzung der Verbrauchsanlage oder wesentliche Änderungen an der Hausinstallation vor Beginn der Arbeiten schriftlich beim Städtischen Wasserwerk Kaufbeuren anzuzeigen. 
 
Die im Installateurverzeichnis der Stadt Kaufbeuren eingetragenen Unternehmen finden Sie hier.